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Mehrsprachigkeit

Jetzt ist die Studie, die ich bereits aus dem New York Times Artikel zitiert hatte, auch nochmal von der Welt aufgegriffen worden. Lesenswert, vor Allem weil es auch wieder aufzeigt, dass Mehrsprachigkeit, Sprachen lernen und Menschen mit unterschiedlichen Sprachen kennenlernen eine wahnsinnige Bereicherung ist.

“Wer sich jetzt benachteiligt fühlt, weil er nicht von Geburt an mit zwei oder mehr Sprachen aufgewachsen ist, irrt aber. Denn wenn Forscher heute von Mehrsprachigkeit reden, fassen sie das viel weiter als früher. So wie auch in Kinzlers Experiment geht es nicht darum, mehrere Sprachen von Geburt an zu verstehen und zu sprechen, sondern darum, Erfahrungen mit verschiedenen Sprachen zu machen und aktiv zwischen ihnen hin- und herschalten zu müssen und zu können.”

(“Wie Mehrsprachigkeit unser Gehirn verändert” Welt, 10. April 2016)

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Deutsch-isländische Osterhasen

IMG_20160328_102754Sohn2 interessiert sich dieses Jahr besonders für den Osterhasen. Das ist neu, denn im letzten Jahr war Vorfreude noch nicht wirklich Bestandteil seines Alltags – mit drei lebt man sehr gut für den Moment, ein Traum für jeden Achtsamkeits-Anhänger. Dieses Jahr sorgte seine gespannte Freude für einen interessanten Sprachmix aus seiner Mutter- und Vatersprache. Das passiert besonders häufig, wenn er ihm wichtige Dinge mit mir und seinem Vater bespricht. Wir sprachen also in den letzten Tagen über den “Osterhasur” (Osterhase mit isländischer Endung -ur) und den Páska-Hase (Páskahéri ist das isländische Wort für Osterhase). Es ist wirklich beeindruckend wie sich bei zweisprachigen Kindern die Grammatiken der Sprachen, phonetische Merkmale und inhaltliche Bestandteile vermischen.

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Wenn Kinder über den Tellerrand schauen

In der New York Times war kürzlich ein Artikel über die Vorteile von Kindern, die unter dem Einfluss von mehr als einer Sprache aufwachsen. Das Kinder aus bilingualen Familien in kognitiven Testes gut abschneiden ist inzwischen bekannt, anscheinend hilft Mehrsprachigkeit aber auch bei der Entwicklung von sozialen Fähigkeiten. Dazu muss es gar nicht eine bilinguale Familienstruktur sein, sondern es reicht schon der regelmäßige Kontakt mit Menschen, die eine andere Sprache sprechen.

Multilingual exposure, it seems, facilitates the basic skills of interpersonal understanding. Of course, becoming fully bilingual or multilingual is not always easy or possible for everyone. But the social advantage we have identified appears to emerge from merely being raised in an environment in which multiple languages are experienced, not from being bilingual per se. This is potentially good news for parents who are not bilingual themselves, yet who want their children to enjoy some of the benefits of multilingualism.
(“The Superior Social Skills of Bilinguals” NY Times, March 11 2016)

Je mehr interkultureller Austausch stattfindet, desto besser werden die sozialen Fähigkeiten unserer Kinder!