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Einhornkotze

Ich saß vor dem Computer, weil das Baby schlief und ich zu müde war um auch zu schlafen, wie der Mann, der das irgendwie immer schafft. Im Stockwerk unter uns – ein Hoch auf die Maisonette als Lebensform – spielten vier Kinder. Nach einer Stunde habe ich mich die Treppe hinunter getraut zu den vier Kakophonisten-Kindern und alle Knetetöpfchen waren offen. Knallgelbe Plastikgefäße, deren Farbe schon vor dem krümeligen Inhalt zu warnen scheint. Zehn verschiedene Knetefarben auf dem grünen Wohnzimmerteppich, in den hellen Kinderhaaren und auf der roten Couch, als ob eine Horde betrunkener Einhörner sich regenbogenfarben erbrochen hätte. Zumindest klackert getrocknete Knete so zufriedenstellend beim Staubsaugen.

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